Sonntag, 6. Januar 2013

Royal Navigation

Irgendwie hätte ich auch von alleine drauf kommen können - alle Zeichen deuteten in diese Richtung: Gestern haben wir am Rande des Kings-Cup in Köln eine Dose geloggt, danach haben wir im Schatten des Domes eine andere Dose vergeblich gesucht (das ist eine andere Geschichte) und heute kam ein Feature über die Navigationsmöglichkeiten vor 2013 Jahren im Radio...

Es muss Dreikönigstag sein - geht ja gar nicht anders...

Und zu diesem Thema kann dosengedanken.de natürlich einen Beitrag leisten! Der Autor hat sich bereits im Jahr 2010 an einer Karikatur versucht(!) - und diese anlässlich des Festtages noch einmal aus der Schublade geholt...

Möget ihr alle auch 2013 den richtigen Weg finden!

Freitag, 19. Oktober 2012

Enigma #1

Natürlich habe ich DAS Buch gelesen. Und natürlich habe ich von Mitcachern schon oft die Fragen gehört: "Hast du Enigma schon?!" Irgendwie stellte ich mir die Frage, ob mir hier ein Ritterschlag fehlt. Was ist schon der 1.000ste Cachefund, wenn man DIESEN nicht darunter weiß?

Irgendwann zog ein hellblaues Dämmern am Horizont auf. Ein Mitcacher hatte die Karten und die Fragen ausgedruckt und begann zu Rätseln. Zeit also, ein neues Kapitel in der Geocaching-Timeline aufzuschlagen. Leider begann dieser Abschnitt erstmal mit einem verwirrtem Gesichtsausdruck und dem Gefühl ratloser Verzweiflung. Also, ab in die Schublade damit. Noch mal umdrehen und dem Fund entgegenträumen.

Plötzlich, nur wenige Monate später, wurde ich mit einem virtuellen Eimer Wasser geweckt: Es gäbe Nachrichten! Dies sei die Antwort auf jene und das die Antwort auf diese Frage. Lediglich ein einziges Puzzleteilchen fehlte noch, dann sei das Quiz geschafft und die Queste könnte beginnen. Das Dämmern schien zum Sonnenaufgang werden zu wollen, die Fragen wollten wieder aus der Schublade heraus...

Und irgendwann war es dann soweit! Die letzte Frage (nicht die mit der 42!) war beantwortet und die Aufmerksamkeit sollte den Karten gehören...

Das Papyros in der Hand machte sich erst Ratlosigkeit und dann Klarheit breit. Leider nicht breit genug - fehlte doch die Klarheit für die letzten Meter. Als Mann der - unüberlegten - Tat drängte ich auf den Feldversuch. "Lass uns nachsehen, was da zu finden ist. Machen wir den Rest im freien Fall!"

Gerade als wir uns durchgerungen hatten, mit dem rudimentären Wissen monatelanger Forschung in den klaren Morgen zu reiten, da verschwand beim kleinen roten X die Dose! Oh, welche Verzweiflung erfasste uns... Doch hier sollte es nicht enden - wo eine Dose fehlt, da soll eine Neue hin!

Also packten wir die Rucksäcke mit Proviant, Mikroelektronik und einer Dose mit Logbuch aus eigenen Beständen. Der Tag Urlaub war schon länger von den relevanten Chefs gewährt und der Tank gefüllt. Die Reise ins Ungewisse konnte beginnen, das Mysterium harrte im Licht der hoch stehenden Sonne seiner Entdeckung.

Montag, 8. Oktober 2012

Final-Varianten I: Der Earthcache

Wie auch immer die Geschichte eines Caches beginnt, sie endet mit einer Dose. Diese kleine Serie von Posts widmet sich der Frage nach dem begehrenswertesten Teil des Caches.

Den Anfang macht ausgerechnet die Art Final, die gar keine Dose vorzuweisen hat: Der Earthcache. Hier ist der Final etwas besonderes, statt einem gut versteckten Container findet sich hier eine lehrreiche Aufgabe.

An den Koordinaten angekommen
Dose suchen ist nicht! Ein Earthcache zeigt, was die Koordinate hergibt - einen Ort, einen Punkt auf dem Globus. Und doch geht kurz nach der Ankunft eine ganz andere Suche los. In der Regel muss der Cacher eine Informationstafel, Bastelmaterial für eine kreative Aufgabenstellung oder ein Naturdenkmal suchen. Meist gilt es einigen Informationen zu sammeln und eine Photoaufgabe zu erledigen - natürlich freiwillig.

Das Gefühl beim Loggen
Kein Container, kein Logbuch. Der Logeintrag fließt in die Tastatur des PCs und umfasst neben dem Eintrag ins Online-Logbuch meist auch eine eMail an den Owner - schließlich müssen die gesuchten Informationen ja auch ihren Weg zur Überprüfung finden. Stempel, Stift und Stechmücke bleiben außenvor; der Trockenlog vor dem Bildschirm führt aber fast immer zu einem netten Kontakt zum Owner.

Die Herausforderung für den Cache-Owner
Nach der Recherche und der Gestaltung des Listings muss der Earthcache den kritischen Blick des Spezialreviewers überstehen: Stimmen alle Details? Ist an dem Ort tatsächlich eine einzigartige geologische Besonderheit zu finden? Wenn ja, dann kann ge- oder vielmehr be-sucht werden. Spannend wären einige Erfahrungen von Earthcache-Ownern. Wer ebensolche hat, der schreibe diese doch in die Kommentare!

Zwei schöne Beispiele

Samstag, 18. August 2012

Von Handtüchern und Schätzen

Am 25. Mai jeden Jahres gedenken wir dem Handtuch, weltweit!

Der "Towel Day" (Handtuch-Tag) wurde in Gedenken an den Autor Douglas Adams eingeführt. Er empfahl in seinem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" für Reisen durchs Universum die Mitnahme eines Handtuchs. Na, wenn das kein Grund zum Innehalten und feiern ist...

Aber natürlich hat auch das schönste Hobby der Welt einen eigenen internationalen Gedenktag: An jedem dritten Samstag im August ist "Internationaler Geocaching-Tag".

Schön, dass der freundliche Mitcacher aus dem Urlaub zurück ist und die Gedenkdose mit suchen kann. Leider war die Zeit ein wenig knapp, daher ist das Exemplar nicht wirklich so schön wie der Container auf dem Groundspeak-Souvenir. Trotzdem war es schön, bewusst etwas zu tun, das auch viele andere an diesem Tag mit der gleichen Intention erledigt haben.

Dose des Tages


Dienstag, 7. August 2012

Dansk Design

Wir alle kennen die Situation: Es ist Samstag und wir stehen im Stau um an den Ort zu kommen, wo das skandinavische Design zuhause ist. Vor der langen Fahrt hat man im Katalog geblättert und sich von der schönen Inneneinrichtung begeistern lassen: Das soll es sein und kein anderes!

Man biegt mit dem vollbeladenen Auto in das nordische Paradies ein und und schon ist man dem Traum ganz nahe. Also Kofferraum auf, den ganzen Kram raus und alles schön ins Ferien-traum-haus schleppen. Es ist es soweit: Geocachen auf einer dänischen Insel.

Doch was fällt auf? Nicht nur die multilinguale Suchanleitung erinnert an ein gewisses schwedisches Möbelhaus, auch die Auswahl der Dosen ist sehr kreativ - und oft nicht auf eine dauerhafte Nutzung angelegt.

Viele der Caches sind mit den Mitteln gemacht, die sich im Ferienhaus oder Minisupermarkt finden. Besonders beliebt: Belüftete Lunchbox mit Plastiktüte des Dosenhändlers. Auch die Logbücher der unvermeidlich zahlreichen Mikros stecken in den unterschiedlichsten Döschen und Töpfchen. Es geht halt fast alles!

Das bedeutet nicht, dass das Cachen keinen Spaß macht. Im Gegenteil: Viele der Caches liegen an wirklich sehenswerten Stellen der Insel. Sie wurden von Mitcachern versteckt, die wirklich etwas zu zeigen haben. Auf der Ferieninsel sind viele Caches von Teams aus dem Heimatland gelegt - und wir haben wirklich das Gefühl, dass wurde für uns gemacht! Die Dosen liegen an sehenswerten Kirchen, in verlassenen Bunkeranlagen oder ganz spektakulär versteckt im Wald. Mit Suchgarantie!

Leider sind viele der Caches aber auch etwas ungepflegt. Gelegt von Urlaubern, gefunden und wiederversteckt von zahlreichen Cachern, gewartet von netten Mitspielern, die zum Glück einen Zettel in der Hosentasche hatten.

Sitzmöbel TARNONG
Aber so ist das halt mit Urlaubsinseln - auch wir fahren nicht jeden Samstag zum gleichen IK.. - wie komme ich denn jetzt darauf?
Ach ja - skandinavisches Design: Hier ist noch ein Prachtexemplar unauffälliger Tarnung im Stil skandinavischer Vollholzmöbel...






Montag, 9. Juli 2012

Tschüss, Socken-Cache!


Manche Entscheidungen fallen sehr schwer. Es ist in diesem Fall nur ein Knopfdruck, doch der lässt ein Stück der eigenen Geocaching-Geschichte verschwinden.
Unser Socken-Cache verlangte uns vor einigen Tagen diese Entscheidung ab. Immer wieder sind in der letzten Zeit Dosen mit den Aufgaben und den Socken verschwunden. Zum Schluss sprach die Quote aus Logs und Dosenersatz leider gegen eine weitere Existenz unseres „Lieblings“.
Die Geschichte und die Aufgaben des Caches – und den Schirmherrn/-tiger – lieferte damals unser jüngster Cacher. Er ließ es sich auch nicht nehmen, die Verstecke auszusuchen und die Finaldose zu bestücken. Diese Liebe zu den Details wurde in den Logs und durch die Favoritenpunkte belohnt.
Doch manchmal muss eine Entscheidung her. Und so wandert der Socken-Cache ins Archiv; natürlich mit Zustimmung des Mini-Owners. Schade drum!
Ich frage mich an dieser Stelle: Ist es normal, dass man eine „Zuneigung“ zu seinen Caches entwickelt? Die Entwicklung eines neuen Caches ist ein kreativer Prozess. Und am Ende steht ein Werk, das sich mit der Nutzung und Beurteilung einer Öffentlichkeit auseinandersetzen muss. Es ist halt immer ein „Baby“, das der Owner in die Welt entlässt – immer mit einem wachen Blick, ob es läuft und sich entwickelt. Ja, Zuneigung scheint normal zu sein!  
Das erklärt, warum uns dieser Knopfdruck wirklich schwergefallen ist.
Vielleicht nutzt ja ein anderer Cacher die Location für ein neues „Werk“.