Donnerstag, 10. Mai 2012

Gelegentliche Verzweiflung

Manchmal ist es einfach unglaublich: Da ist ein Traditional mit D1 - T1 klassifiziert und man verzweifelt vor Ort.
Das ist mir gerade eben so ergangen. Viermal habe ich nach der Dose der Visionäre gesucht - verbunden mit Zweifeln an der eigenen Erfahrung.
Warum ist das manchmal so schwierig? Auf diese Frage biete ich hier mal zwei Antworten...
Möglichkeit 1: Man denkt während der Suche zu kompliziert. Beim Versuch das Versteck im eigenen Gehirn zu finden gerät man, den Kanälen der Hirnrinde folgend, auf gedankliche Abwege. Damit vernachlässigt man dann die physische Suche und findet in der Regel nichts.
Möglichkeit 2.: Man sucht nicht systematisch genug. Mal hier zu schauen und mal dort zu schauen ist oft langwierig und nur bei eindeutigen Verstecken oder mit der Pflege des Zufalls erfolgreich. Da hilft nur eine 3D-Matrix im Kopf - und dann alle Quadranten nacheinander schön abhaken.
Bei intensiver Nutzung der 1. Möglichkeit findet sich meist eine Idee für einen Cache, der noch gelegt werden muss. Die 2. Variante werde ich demnächst mal versuchen - ich hoffe, dabei bügele ich nicht aus Versehen meine Hirnrinde platt.
PS: Der Visionär musste mich übrigens ans Händchen nehmen damit ich die Dose finde...

Donnerstag, 15. März 2012

Todesfinal

Was bringt einen Muggel dazu einen Krimi im Geocaching-Gewand zu schreiben? Diese Frage stellt man sich bei der Lektüre von Gunnar Schuberths Todesfinal unweigerlich. Das Buch ist sicherlich amüsant, wenn man die drolligen Vorstellungen von Nichtcachern mag.

Statt einer ausführlichen Rezension liefere ich hier meine Lieblingsstelle:

"Das ist ja ein Glück, dass wir Sie hier getroffen haben." Arabella wandte sich Skamper zu. "Der berühmte searcher09. Mit über dreihundert gefundenen Caches einer der erfolgreichsten Cacher Deutschlands. Er hat auch so Hammercaches wie 'Lost in Düsseldorf' oder 'Heaven and Hell in Lüdenscheid' geknackt." Arabella hatte sich gut über die Geocacher-Szene informiert. "Man sieht gleich, dass Sie ein Profi sind. Sie haben auch eine tolle Geocacher-Kleidung", sagte sie.

Wenn neben einem Lektor auch ein Geocacher das Manuskript gelesen hätte, wären viele unfreiwillig komische Szenen wohl auf der Strecke geblieben. So hatte ich eine kurzweilige Zeit mit dem Buch. Schließlich konnte man den drei Extrem-Geocachern immer wieder mal beim Absturz oder dem Tod im Kugelhagel zuschauen.

Wer die Lektüre scheut, der sollte aber die Praxis suchen - meine Empfehlung hierzu wäre dann Im Territorium des Killerdackels. Ich verrate aber jetzt schon: [SPOILER!] Es ist kein abgeschnittenen Kopf im Final-Container. [SPOILER!]

Ich bin ein Spielverderber, ich weiß...

Freitag, 2. März 2012

Der richtige Umgang mit der Matrix...



Der weiße Fleck, der den 29. Februar in der Jahresmatrix markierte ist grün - nein, sogar dunkelgrün! Das Schaltjahres-Urlaubs-Projekt war extrem erfolgreich. Statt nur einem Statistikpunkt standen am Abend zwei mal 29 Punkte auf der Uhr. Im Mittelpunkt des Tages stand die Suche nach den "Alfterer Kreuze"-Dosen.
Davon gibt es - derzeit - 31 Stück nordwestlich von Bonn.

Aber der Reihe nach: Zuerst einmal gab es in Meckenheim ein wundervolles "Einschussloch" zu besichtigen. Um die logbare Füllung desselben in die Finger zu bekommen musste die Tarnweste in den Einsatz. Das ist an einer vielbefahrenen Straße ja eh' angeraten, wenn man das Cachemobil verlässt.

Wie sich der geneigte Leser vorstellen kann, ist die Suche nach Serien-Caches eine Suche nach Filmdöschen. Oder Nanos. Was hebt sich da aus der Eintönigkeit heraus? Ein Tradi, der sich ganz anders zeigt, als man vermutete:

Donnerstag, 23. Februar 2012

Feiertag!

Am kommenden Mittwoch ist es soweit: Der 29. Februar läßt das Licht seines Tages über den Geocachern strahlen! Hoffentlich... Altenativ gibt es einen segensrechen Dauerregentag. Warten wir es ab.

Natürlich werden auch wir diesen Schaltjahreszusatztag zelebrieren. Nicht nur mit einen Cache für die Statistik, sondern mit einem Geocaching-Urlaubstag! Und der wird es in sich haben: Eine ganze Reihe Dosen soll den Deckel lüften; wir gehen auf Kreuzzug! Die Reihe Alfterer Kreuze (Beispiel) soll mal alle Logbücher vorzeigen. Zwischendurch geht es zur Stärkung zum 29. Februar - Bonner Mittagspausen-Event.

Die Ziele dieses Tages sind klar: Die Ecke nordöstlich von Bonn soll saubergemacht werden und der 29. Februar als "Tag der meisten Dosen" in die Statistik eingehen. Außerdem ist der Mitcacher sicherlich bereit mir hier mal mit einem Fingerzeig auszuhelfen.

Auch Groundspeak lässt sich am 29. Februar nicht lumpen: Es gibt ein Souvenir für Logs an diesem Tag. Ich weiß leider nur noch nicht, wie ich das in meine Vitrine hinein bekomme...

Donnerstag, 9. Februar 2012

Siegfried's choice...

Heute ist das Kleidungsstück für besondere Momente gekommen: Die Tarnweste!

Nach einem kurzen kreativen Moment auf der Bestellseite von signalweste.com ist das unsichtbar machende Kleidungsstück produziert, laminiert und transportiert worden - und dann wohlbehalten in unserem Cacherbau gelandet.

Damit sollten jetzt alle fragenden Muggelblicke gelangweilt um mich herum geleitet werden. Ich bin gespannt auf die ersten Erfahrungen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Opencaching.com veröffentlicht 'Lokal rules'

Die von Garmin betriebene Plattform opencaching.com hat eine Datenbank mit Regeln für das Verstecken und Suchen von Caches veröffentlicht. Die local rules beschreiben für die USA und Deutschland einige Verhaltensregeln für Naturschutzgebiet, Nationalparks und ähnliche Gebiete.

Die Regeln selbst sind wenig neu: Nur an Wegen, nicht in und an Gewässer und auch nicht in Erd- und Baumhöhlen soll der Cacher Verstecken oder Suchen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in sensiblen Gebieten. Neu ist der Hinweis, dass in bestimmten deutschen Schutzgebieten und in fast allen amerikanischen Schutzgebieten einen Genehmigung eingeholt werden soll - ob das praktikabel ist? Für die entsprechenden Nationalparks in den USA sind auf jeden Fall schon mal die Formulare zum herunterladen verlinkt.

Eine Zusammenfassung der geltenden Regeln ist sicherlich sinnvoll. Das Einhalten der Regeln sollte selbstverständlich sein - für alle, die sich in den beschriebenen Gebieten aufhalten. Und wenn sich alle an die Regeln halten, dann hätte Geocaching sicherlich auch etwas für das eigene Image bei Förstern getan. Zumindest theoretisch...

Und etwas Theoretisches ist die Veröffentlichung der Regeln über opencaching.com sicherlich, da ja praktisch kaum Caches auf dieser Plattform veröffentlicht werden.

Dienstag, 17. Januar 2012

Ein neuer Cache entsteht

Jeder Cache beginnt mit einem kleinen Keim im Kopf. Eine Geschichte, eine Aufgabe, ein Ort, den man aus den Augenwinkeln wahrgenommen hat. Irgendetwas löst das Ownerdenken aus. Wenn ein neuer Cache dann geboren wird, stehen ihm zunächst alle Möglichkeiten offen. Egal ob Dosengröße oder Cacheart - am Anfang ist das alles sehr beweglich.

Unser Jüngster begann mit einer Dokumentation im ZDF; diese lieferte die Idee zu einer Aufgabe, bei der aus einer Symbolschrift der Koordinatensatz ermittelt werden solle. Hier stellt sich dann auch gleich die erste Frage: Wird es ein Mystery mit einem Bild im Listing als Aufgabenstellung? Oder setzen wir einen unserer geliebten Mini-Multis in die Welt, bei dem sich das Bild und die Lösungshilfe in einer Dose befinden? Die Entscheidung fällt auf den Mystery. Ausschlaggebend sind die Eindeutigkeit, die das Bild mit der Aufgabe liefert und die Tatsache, dass es in unserer wundervollen Stadt zwei passende Orte gibt, die sich mit dem Cache verbinden lassen. So bekommt das Rätsel noch eine interessante Verknüpfung in die reale Welt.

 Der nächste Schritt ist weniger konzeptionell: Am PC entsteht das Bild mit dem Rätsel. Die Vorlage ist dabei so variabel gestaltet, dass die Finalkoordinaten auch später noch verändert werden können - man weiß ja nie ob das urbane Versteck wirklich muggelsicher ist...

Bislang sind die Lage des Fragezeichens und auch das Versteck der Dose nur grobe Ideen - was bei einem Mystery ohne Ortsbezug auch eher egal ist. Bei diesem Cache sollen die beiden Punkte allerdings eine Bedeutung haben: Die Lage des Fragezeichens soll den Rätsel-Hint ersetzen. Wer sich die Mühe macht, die Koordinaten aufzusuchen erhält einen Hinweis in welche Richtung zu denken ist. Die Lage des Finals soll mit der Art des Rätsels in einem Zusammenhang stehen.

Die Location für den Final entscheidet über die schnelle oder komplizierte Veröffentlichung der neuen Dose: Es gilt die Abstandsregel zu überprüfen. Liegt das Final am geplanten Ort im Radius von 160m von anderen Dosen und physischen Stationen anderer Caches entfernt? Auch wenn die Homezone eigentlich keine unbekannten Caches mehr aufweisen sollte, so ist doch ein kritischer Blick gefragt - ist da nicht noch ein ungeklärtes Fragezeichen in der Nähe? Natürlich! Jetzt ist erst einmal Rätseln angesagt - leider mit unbefriedigenden Ergebnis: Der Owner des Fragezeichens hat die gleiche gute Final-Idee verfolgt und umgesetzt. Das gibt dann natürlich einen Punkt auf dem Cachekonto; aber eine Ersatzlocation für den Final muss her.

Das neue Versteck für den Final zu finden ist, wenn man sich ein wenig vom Streben nach Perfektion löst, nicht allzu schwer. Ausgewählt und eingemessen ist es schnell. Jetzt beginnt der physische Teil des Unternehmens: Die Dose muss vorbereitet und mit einer Tarnung versehen werden. Während der Lack in schickem urbanen Grau trocknet und der Kleber für den Haken aushärtet geht die Arbeit am PC weiter.

Die Koordinaten des Finals müssen noch in das Rätselbild eingearbeitet werden. Und natürlich muss das Listing erstellt werden. In diesem Fall eine recht einfache Angelegenheit: Neben den Angaben zur Art der Caches (unknown) und zur Größe der Dose (small) werden nur die Koordinaten des Cache-Wegpunktes (das Fragezeichen, das nachher auf der Karte zu sehen ist) und der verborgenen Final-Wegpunkt eingetragen. Die Beschreibung des Caches besteht nur aus dem Bild. Letzteres liegt in unserem Webspace und wird im Listing nur verlinkt. Würde das Bild direkt bei geocaching.com hochgeladen, wäre es so stark verkleinert, dass die Lösung des Rätsels behindert würde. Damit die rätselnden Geocacher schon zuhause ein Erfolgserlebnis haben - und nicht zuviel Sprit für die Suche an falschen Orten verbraucht wird - wird auch zu geochecker.com verlinkt. Hinzu kommen noch ein paar Attribute, die über den Fundort informieren. Schon ist das Listing fertig... wenn da nicht der Name wäre! Wie soll der Kleine heißen? Die Überschrift soll bei Cachern für das Rätsel werben; andererseits soll hier nichts über die Lösung des Rätsels verraten werden. Aber auch diese Entscheidung ist nicht unmöglich - sonst müsste er ja weiter GC3AGCD heißen.

Und nun ab zum Reviewer.  Ab diesem Augenblick wird es richtig spannend. Wann wird der Cache veröffentlicht? Ist an alles gedacht oder vieleicht etwas übersehen worden? Nein, in diesem Fall geht alles gut. In rekordverdächtigen vier Stunden erblickt der neue Cache das Licht der Welt - und kurz danach trifft der erste Logeintrag ein. Es hat sich also gelohnt!

Und die Idee für einen weiteren Cache gibt es auch schon!